Interessante Informationen aus den Optionskommunen
Von hessischen Optionskommunen und Hochschule Fulda geschaffener Studiengang startet
Johannes Schmahl (dritter von links) und Dennis Weyrich (fünfter von links) sind zwei der ersten Studenten, die an der Hochschule Fulda den Studiengang "BASS" absolvieren werden. Sie wurden begrüßt von (rechts) Landrat Dietrich Kübler, Erich Lust, Erster Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis, Oliver Kumpf und Patrick Beck (Teamleiter im Kommunalen Jobcenter)
Odenwaldkreis: Landrat Dietrich Kübler begrüßt erste "BASS"-Studenten im Landratsamt
Am 1. Oktober 2011 begannen die ersten "BASS"-Studenten ihre Ausbildung beim Landratsamt in Erbach. "BASS" ist die Abkürzung für den neuen Studiengang B.A. Soziale Sicherung, Inklusion und Verwaltung an der Hochschule Fulda. Geschaffen wurde diese Fachrichtung von den Optionskommunen in Hessen, zu denen auch der Odenwaldkreis gehört, und der Hochschule Fulda, um qualifizierten Nachwuchs für die Fallbearbeitung in den Job-Centern auszubilden. Das Land Hessen unterstützt dies, in dem es den Kommunen die Möglichkeit gibt, die Studiengebühren aus den Mitteln des zugewiesenen Arbeitsmarktbudgets zu tragen. Die Studienzeit beträgt sieben Semester (ca. dreieinhalb Jahre) und erfolgt zum größten Teil über "E-Learning". Das bedeutet, dass die Studenten nicht jeden Tag an der Hochschule erscheinen, sondern übers Internet die benötigten Materialien erhalten und in Kontakt zu den Dozenten treten. Nur zweimal im Monat haben die Studenten Präsenztage.
Der Herausforderung des neuen dualen Studiums stellen sich beim Odenwaldkreis Dennis Weyrich (Bad König/Ober-Kinzig) und Johannes Schmahl (Reichelsheim-Gersprenz). Bei der Begrüßung wünschte Landrat Dietrich Kübler den beiden viel Freude bei der Bewältigung der zahlreichen Aufgaben, die im Kommunalen Job-Center, der größten Abteilung des Landratsamtes, anfallen. Für eine Verwaltung ist es genauso wichtig wie für die freie Wirtschaft eigenes Fachpersonal auszubilden, somit stellen Weyrich und Schmahl eine Bereicherung für das Amt dar, sagte Kübler.
Auch Erich Lust, Hauptabteilungsleiter des Bereichs Arbeit und Soziale Sicherung, hieß die beiden willkommen. Er erhofft sich neue Impulse für die tägliche Arbeit und setzt somit hohe Erwartungen in den neuen Studiengang und die Studenten. Es ist Neuland für die Verwaltung, so fachspezifisch auszubilden, erklärte Oliver Kumpf, Leiter der Hauptabteilung für zentrale Verwaltungsaufgaben. Da die hessischen Optionskommunen aber immer fähige Fallmanager brauchen sieht Kumpf nach dem Abschluss des Studiums gute Perspektiven für die beiden jungen Männer.
Optionskommunen unterzeichnen Zielvereinbarungen mit dem Land Hessen
Bernd Woide, Landrat des Landkreises Fulda, Arno Goßmann, Stadtrat Landeshauptstadt Wiesbaden und Sozialminister Stefan Grüttner (von links)
Die 13 hessischen Optionskommunen haben am 10. Januar 2011 mit dem Hessischen Sozialminister Stefan Grüttner Zielvereinbarungen unterzeichnet. „Damit das Optionsmodell in Hessen weiterhin erfolgreich ist, haben wir diese Zielvereinbarungen gemeinsam mit den Kommunen entwickelt und nun heute unterschrieben. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Optionskommunen und dem Land beim Vorgehen gegen die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich bewährt und wird nun fortgeschrieben. Damit ist das Land Hessen erneut bundesweit Vorreiter“, betonte Grüttner und bedankte sich für das große Engagement der 13 hessischen Optionskommunen.
Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wolfgang Müsse und Sozialminister Stefan Grüttner unterzeichnen die Zielvereinbarung zwischen dem Hochtaunuskreis und dem Land Hessen
Mit der Änderung des Grundgesetzes waren im vergangenen Jahr die Optionskommunen und deren Ausweitung verfassungsgemäß abgesichert worden. Gleichzeitig wurde ein neues Steuerungsmodell eingeführt, um die Leistungsfähigkeit der einzelnen Träger des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II: Grundsicherung für Arbeitssuchende, Arbeitslosengeld II) ständig vergleichen zu können und deren Arbeit transparent zu machen. Die hessischen Optionskommunen haben sich gemeinsam mit dem Land Hessen auf folgende Ziele geeinigt:
- Die Verringerung der Hilfebedürftigkeit
- Die Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit
- Die Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
- Die Integration Alleinerziehender
Einblicke in Arbeitsabläufe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitgeberservices der Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg
Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitgeberservices aus den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg besichtigten im Rahmen eines interkommunalen Workshops das Palettenwerk der Firma Aloysius Krenzer KG in Poppenhausen-Abtsroda. Das Unternehmen zählt zu den großen Palettenherstellern in Europa.
Während eines Betriebsrundgangs konnte sehr anschaulich der Produktionsweg vom unbearbeiteten Baumstamm bis zur fertigen Palette verfolgt werden. Für den Arbeitgeberservices der Landkreise ist es wichtig, durch regelmäßige Firmenbesuche Einblicke in die Arbeitsabläufe vor Ort zu gewinnen, damit freie Arbeitstellen möglichst passgenau besetzt werden können.
Kreis Offenbach: "1. Fachveranstaltung SGB II der Pro Arbeit"
Die 1. Fachveranstaltung SGB II der Pro Arbeit - Kreis Offenbach - (AöR) im Kreishaus in Dietzenbach war ein voller Erfolg.
Mehr als 150 Teilnehmer, namhafte Gastreferenten aus der Praxis - die erste Fachveranstaltung SGB II der Pro Arbeit am 23. Juni 2010 war aus Sicht der Teilnehmer und des Veranstalters ein voller Erfolg.
Themen waren die Problematik des grundsicherungsrelevanten Mietspiegels und die Reformbedürftigkeit des SGB II.
Hinweis: Ein ausführlicher Bericht mit Bildern kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.
Odenwaldkreis: Niedersachsen-Delegation bei "Job-aktiv"-Projekt zu Gast
Delegation aus Verden an der Aller: Unser Bild zeigt die Besucher (von rechts) Delia Lachmund, Claudia Wehrstedt-Prätsch, Ines Niehaus und David Hevicke sowie (ganz links) André Leppin mit den gastgebenden Lehrgangsleiterinnen Birgit Golak und Sabine Beck (zweite und dritte von links).
Besucher aus Verden an der Aller beobachten Vermittlungsarbeit im Odenwaldkreis
"Job Aktiv", das Projekt zur beruflichen (Wieder-)Eingliederung Arbeitsuchender in den ersten Arbeitsmarkt, im Odenwaldkreis seit dem Frühjahr 2009 in Erbach vom Kommunalen Job-Center (KJC) und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft realisiert, hat sich mittlerweile bereits weit über die Grenzen Hessens hinaus einen guten Namen gemacht. Dies nahm der Maßnahme-Manager David Hevicke aus dem Landkreis Verden an der Aller (Niedersachsen) zum Anlass, zusammen mit einem Teamleiter und vier Fallmanagern die Arbeit der Odenwälder Berater und Vermittler einen Tag lang "live" mit zu erleben und so eingehend kennen zu lernen. Die Einladung an die Verdener Kollegen kam vom Hauptabteilungsleiter Arbeit und Soziale Sicherung des Odenwaldkreises Erich Lust, der hier das Projekt "Job Aktiv" vor einem Jahr zusammen Job-Center-Chefin Sandra Schnellbacher und Abteilungsleiterin Tanja Walloner mit initiert hatte.
Nach einer Arbeitsbesprechung mit den Lehrgangsleiterinnen Sabine Beck und Birgit Golak vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, die beide über die IHK-zertifizierte Qualifikation für das Vermittlungscoaching verfügen, startete die Niedersachsen-Hospitation mit einer neuen Teilnehmergruppe. So erlebte die Delegation aus Verden die aktive Umsetzung der so genannten Visionsarbeit, welche nach dem Konzept von Thomas Heinle (Firma VC-Coaching, Windeck/Nordrhein-Westfalen) in dem Projekt "Job Aktiv" verwirklicht wird.
Ein Teil der neuen "Mitwirkenden" wurde dabei auf eine Visionsreise geschickt, die sie anschließend in einem selbst erstellten Bild festhalten und sodann in der Gruppe präsentieren mussten, während andere eine Betriebsrallye vorbereiteten. Nachmittags konnten einige Teilnehmer bei einem Excel-Einsteigermodul mit dem Dozenten Bernd Rech (ebenfalls Bildungswerk-Mitarbeiter) erste Erfahrungen in der Excel-Anwendung sammeln. Zum Abschluss erfolgte eine weitere, ausführliche Besprechung zu den Erlebnissen im Rahmen der Hospitation. Die Besucher aus dem nördlichen Nachbarland zeigten sich einig, die gesammelten Erfahrungen ab April in die dann bei ihnen startende Maßnahme einfließen zu lassen. Im Odenwaldkreis erreichte das Projekt "Job Aktiv" innerhalb weniger Monate eine Vermittlungsquote von 48,8 Prozent (in Hessen im Durchschnitt: 46,5 Prozent) - ein sehr gutes Ergebnis, mit dem sich der Kreis gut unter die anderen Werkakademien einreihen kann.
Odenwaldkreis: Fortbildung zum Vermittlungscoach: Acht erfolgreiche Absolventen
"Anerkannter Vermittlungscoach" - so heißt das Prädikat, das fünf Fallmanager und drei Mitarbeiter des BWHW auszeichnet. Es gratulierten Kreisbeigeordneter Michael Vetter (hinten rechts) und Hauptabteilungsleiter Erich Lust (hinten links)
Mitarbeiter des Kommunalen Job-Centers und des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft erhalten Zertifikate
Glückwünsche und großes Lob galten kürzlich fünf Fallmanagern des Kommunalen Job-Centers im Odenwaldkreis und drei Mitarbeitern des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft (BWHW), die zum Ende des Jahres 2009 den Lehrgang "Vermittlungscoaching" erfolgreich abgeschlossen hatten. Kreisbeigeordneter Michael Vetter als Beauftragter für Arbeit und Soziale Sicherung gratulierte den Absolventen bei einer Feierstunde im Landratsamt in Erbach zu ihrem Erfolg, überreichte ihnen die entsprechenden Zertifikate und betonte, wie wichtig es sei, im beständigen Bemühen um die Vermittlung Langzeitarbeitsloser auf den ersten Arbeitsmarkt nicht "die verwaltungstechnische, sondern die menschliche Komponente" zu pflegen. Diese Sichtweise zählte schließlich auch zu den Lerninhalten der Pflichtfortbildung zum "Anerkannten Vermittlungscoach", die 22 Unterrichtstage in Anspruch genommen hat. Dabei handelt es sich um eine von der Industrie- und Handelskammer zertifizierte Maßnahme, wie Vetter ergänzend anmerkte.
"Ich finde es toll, dass alle Teilnehmer die Prüfung bestanden haben", sagte der Kreisbeigeordnete und verband damit den Wunsch, dass die Fallmanagerinnen und Fallmanager in ihrer beratenden und vermittelnden Tätigkeit stets "den richtigen Ton" im Umgang mit ihren Kunden finden sollen. Vetter hob die Leistung von Stephanie Wöber hervor, die mit 92 von 100 möglichen Punkten das beste Prüfungsergebnis erreichte. Wie sie schlossen die Verwaltungsmitarbeiter Marcel Daub, Markus Dörr, Nathalie Frisch und Stefan Thamm die Weiterbildung mit Erfolg ab. Dies gelang auch Sabine Beck, Birgit Golak und Michael Jung, die für das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft tätig sind. Das BWHW unterhält ein Regionalbüro in Michelstadt und ist in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Job-Center Maßnahmenträger des Projektes "Job Aktiv" mit dem Ziel der Soforthilfe zur beruflichen (Wieder-)Eingliederung, das im Odenwaldkreis bereits seit April 2009 umgesetzt wird. Die dafür eingerichteten mit moderner Technik ausgestatteten Räume befinden sich an der Hauptstraße 56 in Erbach. Mit den dort tätigen Mitarbeiterinnen des Bildungswerks nahmen erstmals Beschäftigte eines Maßnahmenträgers an dieser beruflichen Fortbildung teil.
Allen Lehrgangsteilnehmern bekundeten auch Kursleiter Thomas Heidemüller der Firma VC Coaching eG (Windeck), der Hauptabteilungsleiter Arbeit und Soziale Sicherung in der Kreisverwaltung Erich Lust, Personalratsvorsitzende Britta Bönsel und Günther Bickel als Regionalleiter des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft ihre Anerkennung. Sie unterstrichen übereinstimmend, dass die Fallmanager eine Herausforderung gemeistert haben, der sie sich neben der "normalen" Arbeit stellen mussten. Dies Aufgabe hätten alle Absolventen auf souveräne Weise gelöst.
Kreis Offenbach: Besuch aus China
Besuch einer Delegation aus China bei der Pro Arbeit - Kreis Offenbach
Informationsaustausch über Chancen und Herausforderungen des Sozialsystems
Am 19. Januar 2010 besuchte eine Delegation aus der Volksrepublik China unter Leitung von Herrn Changming Song (vordere Reihe, 3. v. r.) das Kreishaus. Der von der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft vermittelte Besuch der Delegation aus dem Ministerium für Wohnungswesen diente dem Informationsaustausch bei der Planung und Berücksichtigung sozialer Bedarfe.
Die Teilnehmer wurden vom stellvertretenden Vorstand der Pro Arbeit - Kreis Offenbach - AöR, Boris Berner, begrüßt. Berner stellte die besondere Bedeutung der Kooperation vor dem Hintergrund der enormen wirtschaftlichen Dynamik und der sich rasant entwickelnden Potenziale Chinas heraus. Im Gespräch mit Herrn Song und den Angehörigen der Delegation wurden auch einige Entwicklungen in der neueren Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erörtert (Wirtschaftliches Wachstum in den 50er und 60er Jahren, Erweiterung und Umgestaltung der sozialen Sicherungssysteme), aus denen sich Parallelen, Chancen und Perspektiven bei der künftigen Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme Chinas ergeben könnten.
Im Zusammenhang mit der sozialen Sicherung hilfebedürftiger Personen durch Übernahme von Wohn- und Unterkunftskosten skizzierte Matthias Werth (Rechts- und Vergabestelle) die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende unter besonderer Berücksichtigung der Leistungen für Unterkunft und Heizung. In der anschließenden Diskussion wurden die verschiedenen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen an die Sozialsysteme in Deutschland und China erörtert.
Zum Abschluss des Informationsaustausches übergab Herr Song einen Wandteppich mit chinesischen Motiven als Gastgeschenk.
Hoher Besuch im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Shunzo Sanchome (Übersetzer), Oliver Hegemann (Abteilungsleitung), Yoko Kimura (Innenministerium Tokio, Japan), Rosemarie Lück (Hauptabteilungsleiterin), Roman Gebhardt (Abteilungsleitung) (von links nach rechts)
